Den Bausparvertrag vorzeitig kündigen

Bei einem Bausparvertrag handelt es sich vom Grundprinzip her um einen langfristigen Vertrag, auch wenn es in dem Sinne keine langfristige Vertragsbindung gibt. Dennoch beträgt die durchschnittliche Laufzeit eines Bausparvertrages etwa sechs Jahre. Der Bausparvertrag gilt allgemein auch deshalb als sehr flexibel, weil er vom Bausparer im Prinzip jederzeit gekündigt werden kann. Den Bausparvertrag vorzeitig zu kündigen ist zwar ein gängiger Ausdruck, fachlich aber nicht ganz korrekt. Denn vorzeitig kündigen kann man im Grunde nur einen Vertrag, der ein bestimmtes Fälligkeitsdatum hat, und das ist beim Bausparvertrag in der Regel nicht der Fall. Grundsätzlich muss bei der Kündigung durch den Bausparer auch unterschieden werden, in welcher Phase die Kündigung erfolgt.

Den Bausparvertrag vorzeitig in der Ansparphase kündigen

Falls Sie einen Bausparvertrag auflösen möchten, lässt sich sagen, die erste Kündigung des Bausparvertrages ist während der Ansparphase möglich. Grundsätzlich kann zunächst einmal festgehalten werden, dass ein Bausparvertrag jederzeit gekündigt werden kann. Allerdings gibt es in der Regel eine Kündigungsfrist zu beachten, die meistens drei Monate beträgt. Wenn also davon gesprochen wird, einen Bausparvertrag vorzeitig zu kündigen, dann kann damit auch gemeint sein, dass der Bausparer diese Kündigungsfrist nicht einhalten möchte, sondern das Guthaben vorher benötigt. Auch das ist möglich, allerdings darf die Bausparkasse dann eine Art Entschädigung verlangen. Diese Entschädigung wird meistens als Vorfälligkeitsentschädigung bezeichnet und beläuft sich oftmals auf ein Prozent der Bausparsumme, und zwar für jeden Monat, den der Bausparvertrag vorzeitig gekündigt worden ist.

Den Bausparvertrag vorzeitig während der Darlehensphase kündigen

Da der Bausparvertrag vom Grundsatz her jederzeit kündbar ist, kann die vorzeitige Kündigung nicht nur in der Ansparphase, sondern auch während der Darlehensphase erfolgen. Den Bausparvertrag zu kündigen ist in dieser Phase zum Beispiel in der Praxis sinnvoll, falls das Darlehen vorzeitig abgelöst werden soll oder der Bausparer eine günstigere Finanzierungsmöglichkeit gefunden hat. In dem Fall kann auch vom Bausparvertrag auflösen gesprochen werden, denn mit der Tilgung der Restschuld ist der Vertrag beendet. Es entstehen ansonsten in der Regel auch keine weiteren Kosten.


Weitere häufige Fragen:

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