Der Bausparvertrag



Seit vielen Jahrzehnten ist es für viele Bundesbürger möglich, einen Bausparvertrag zu nutzen. Dennoch ist zahlreichen Verbrauchern nicht ganz klar, was Bausparen beinhaltet und wie ein Bausparvertrag funktioniert. Das System Bausparen als solches basiert auf einem Verteilungsprinzip, welches durchaus mit dem der gesetzlichen Rentenversicherung zu vergleichen ist. Beim Bausparen ist es so, dass es auf der einen Seite zahlreiche Sparer gibt, die in den Bausparvertrag einzahlen. Auf der anderen Seite existieren ebenso die Bausparer, die ein Bauspardarlehen in Anspruch nehmen und somit Geld erhalten. In dem Zusammenhang wird oftmals vom sogenannten Bauspartopf gesprochen, was nichts anderes bedeutet, als dass die Sparbeiträge der Bausparer gesammelt und dann an die Vertragsinhaber verteilt werden, die ein Bauspardarlehen nutzen. In erster Linie ist Bausparen gedacht, um später mit vorhandenem Eigenkapital eine Immobilienfinanzierung durchzuführen und in dem Zusammenhang das günstige Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen.

Die Eigenschaften des Bausparens



Wer sich für einen Bausparvertrag entscheidet, der möchte in aller Regel zunächst Eigenkapital ansparen und anschließend vom günstigen Bauspardarlehen profitieren. Grundsätzlich handelt es sich beim Bausparvertrag um ein sehr sicheres Produkt, denn die vom Sparer getätigten Einzahlungen sind auf jeden Fall gegen Verluste geschützt. Darüber hinaus hat der Kunde prinzipiell ein Anrecht darauf, unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen später ein zinsgünstiges Bauspardarlehen zu erhalten. Zur Funktionsweise beim Bausparen gehört ebenfalls, dass die eingezahlten Sparbeiträge verzinst werden, sodass eine gewisse Rendite erzielt werden kann. Darüber hinaus ist das Bauspardarlehen mit besonders günstigen Konditionen ausgestattet, die mitunter sogar besser als bei gewöhnlichen Annuitätendarlehen sind. Meistens ist das Bauspardarlehen ein Teil einer Immobilienfinanzierung, denn das gewöhnliche Hypothekendarlehen der Bank ist in nahezu allen Fällen die tragende Säule einer Baufinanzierung.

Woraus besteht ein Bausparvertrag?



Beim Bausparvertrag handelt es sich nicht nur um einen Sparvertrag, sondern vom Grundprinzip her besteht der Vertrag aus zwei Teilen. Zunächst einmal steht immer das Ansparen im Vordergrund, indem der Bausparer beispielsweise monatlich Beiträge in den Vertrag einzahlt. Wie hoch die Sparrate ist, kann stets individuell festgelegt werden. Darüber hinaus zeichnet sich Bausparen dadurch aus, dass eine hohe Flexibilität vorhanden ist. Der Bausparer bindet sich nicht zwingend an die Höhe der vereinbarten Raten, sondern kann beispielsweise ebenso jederzeit Sonderzahlungen vornehmen oder die vereinbarte Rate senken bzw. erhöhen. Der zweite Teil des Bausparvertrages ist dann später das Bauspardarlehen, welches beansprucht werden kann, wenn der Vertrag zuteilungsreif ist. Vom zeitlichen Ablauf her steht also immer zunächst die Ansparphase im Blickpunkt, während die Darlehensphase sich in vielen Fällen daran anschließt. Wichtig zu erwähnen ist, dass der Bausparer keinesfalls gezwungen wird, das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen. Daher ist es vom Grundsatz her problemlos möglich, den Bausparvertrag nur zum Ansparen zu nutzen und so auf sichere Art und Weise Kapital anzusammeln.