BSV Förderungen



Ein großer Vorteil, den zahlreiche Verbraucher beim Bausparen sehen, ist sicherlich der Erhalt von staatlichen Förderungen. Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Förderungsarten, die allesamt in Verbindung mit einem Bausparvertrag genutzt werden können. Allerdings sind die meisten dieser Förderungen an zu erfüllende Voraussetzungen geknüpft, die in erster Linie aus der Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen bestehen. Im Detail sind es die folgenden Förderungsarten, die eventuell im Zusammenhang mit einem Bausparvertrag in Anspruch genommen werden können:

- Arbeitnehmersparzulage
- Wohnungsbauprämie
- Riester-Zulagen (Wohnriester)

Darüber hinaus ist es beim Bauvertrag möglich, vermögenswirksame Leistungen einzubinden. Diese Leistungen werden in Deutschland häufig vom Arbeitgeber übernommen, aber natürlich hat der Verbraucher jederzeit die Möglichkeit, einen eigenen Anteil an den vermögenswirksamen Leistungen zu übernehmen. Diese sogenannten VL-Leistungen sind übrigens die Basis für die erste staatliche Förderung, nämlich die Arbeitnehmersparzulage.

Die Arbeitnehmersparzulage in den Bausparvertrag einfließen lassen



Die Arbeitnehmersparzulage ist definitiv die älteste Zulage, die es im Bereich Bausparen gibt. Allerdings handelt es sich um keine auf den Bausparvertrag beschränkte Zulage, sondern die Arbeitnehmerzulage kann bei allen Sparverträgen in Anspruch genommen werden, die in Verbindung mit vermögenswirksamen Leistungen genutzt werden können. Der Inhalt der Arbeitnehmersparzulage sieht so aus, dass zunächst vermögenswirksamen Leistungen in den Bausparvertrag fließen müssen. Auf Basis dieser VL-Leistungen wird dann unter der Voraussetzung eine staatliche Arbeitnehmersparzulage in Höhe von neun Prozent (maximal auf 470 Euro im Jahr) auf Basis der VL-Beiträge gezahlt, falls der Bausparer ein jährliches Einkommen von 17.900 Euro (Alleinstehende) nicht übersteigt. Daraus folgt, dass die Arbeitnehmersparzulage nur unter der Voraussetzung gezahlt wird, dass diese Einkommensgrenze nicht überschritten wird. Verdient der Bausparer hingegen mehr, kann er nicht von der Sparzulage profitieren.

Wohnungsbauprämie als zweite Förderungsmöglichkeit



Neben der Arbeitnehmersparzulage gibt es beim Bausparen eine spezielle Förderung, nämlich die Wohnungsbauprämie. Diese hat die frühere Eigenheimzulage ersetzt und wird ausschließlich dann gezahlt, wenn der Bausparvertrag für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt wird. Die Wohnungsbauprämie ist ebenfalls an die Einhaltung gewisser Einkommensgrenzen gebunden. In diesem Fall ist es ein Einkommen von 25.600 Euro, welches der Bausparer nicht überschreiten darf, falls er die Wohnungsbauprämie beanspruchen möchte. Die Höhe der Prämie beträgt maximal 45,06 Euro im Jahr, sodass Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie in Kombination maximal einen jährlichen Förderbetrag von etwas unter 100 Euro ergeben können.

Riester-Zulagen in Form von Wohnriester



Seit geraumer Zeit handelt es sich beim Bausparvertrag um ein sogenanntes riesterfähiges Produkt, denn die staatliche Förderung in Form der Riester-Rente kann in diesen Vertrag eingebunden werden. Bekannt ist diese spezielle Förderung des Bausparens unter der Bezeichnung Wohnriester, womit verdeutlicht werden soll, dass die Förderung an wohnwirtschaftliche Zwecke gebunden ist. Bei Wohnriester ist es so, dass die Riester-Zulagen einerseits in den Bausparvertrag fließen können, auf der anderen Seite aber auch in die Tilgung eines gewöhnlichen Annuitätendarlehens einzubinden sind. Die Riester-Zulagen unterscheiden sich beim Bausparen nicht von den Zulagen, die für andere Sparformen gezahlt werden. Das bedeutet, der Bausparer erhält im besten Fall eine Grundzulage von 154 Euro im Jahr und kann darüber hinaus zusätzlich über eine Kinderzulage verfügen, falls Kinder im Haushalt leben, für die noch Kindergeld empfangen wird.