Abschluss eines Bausparvertrages



Bausparen wird in Deutschland schon über 50 Jahre angeboten, sodass zahlreiche Verbraucher bereits einen Bausparvertrag besitzen. Grundsätzlich stellt sich heutzutage jungen Erwachsenen die Frage, wann Bausparen eigentlich sinnvoll ist und unter welchen Voraussetzungen man sich besser für eine andere Sparvariante entscheiden sollte. Vom Grundsatz her konkurriert der Bausparvertrag durchaus zunächst einmal mit anderen Sparformen, die ebenfalls dazu dienen, mit kleineren Beiträgen nach und nach Kapital anzusammeln. Dabei handelt es sich vor allen Dingen um den Banksparplan, den Fondssparplan und die private Rentenversicherung. Die Kapitallebensversicherung kann natürlich ebenfalls zum Aufbau eines Vermögens genutzt werden. Dennoch ist es so, dass der Bausparvertrag deshalb eine Sonderstellung einnimmt, weil er nach Ansicht der meisten Experten nicht unbedingt als reiner Sparvertrag genutzt werden sollte. Der Hauptverwendungszweck des Bausparens besteht nämlich darin, zunächst einmal Kapital anzusammeln, um dann später sowohl das Guthaben als auch das zu erhaltende Bauspardarlehen in eine Immobilienfinanzierung einzubinden. Demzufolge wird der Bausparvertrag zwar zunächst als Sparvertrag verwendet, allerdings meistens mit dem Ziel, später ein zinsgünstiges Bauspardarlehen zu erhalten.

Wie stellt sich die konkrete Verwendung beim Bausparen dar?



Wenn es um die konkrete Verwendung des Bausparens geht, dann ist wichtig zu betonen, dass der Vertrag aus zwei Teilen besteht. Beim ersten Teil handelt es sich um die Ansparphase, die übrigens ebenfalls erfüllt sein muss, um überhaupt die Chance zu haben, später ein günstiges Bauspardarlehen zu erhalten. In dieser Phase handelt es sich beim Bausparvertrag um einen gewöhnlichen Sparvertrag, denn der Bausparer hat die Möglichkeit, beispielsweise monatlich eine Sparrate von 200 Euro einzuzahlen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass es beim Bausparen einige Prämien und staatliche Förderungen gibt, wie zum Beispiel die Wohnungsbauprämie oder die Arbeitnehmersparzulage. Der zweite Teil des Bausparens ist dann schließlich das Bauspardarlehen, welches allerdings nicht zwingend in Anspruch genommen werden muss. Immer wieder stellt sich in dem Zusammenhang die Frage, ob der Bausparvertrag eigentlich nur dann sinnvoll ist, wenn später das Bauspardarlehen beansprucht werden soll oder ob es sich lohnt, das Bausparen als reinen Sparvertrag zu nutzen.

Ist der Bausparvertrag als reiner Sparvertrag zu empfehlen?



Wenn es um Finanzprodukte geht, die dem regelmäßigen Vermögensaufbau dienen, wird von zahlreichen Fachleuten der Bausparvertrag genannt. Daher stellt sich grundsätzlich die Frage, ob der Bausparvertrag nur genutzt werden sollte, wenn später das Bauspardarlehen beansprucht wird oder ob das Bausparen ebenfalls ausschließlich dem Ansparen dienen kann. Die meisten Experten sind sich bezüglich dieser Frage einig und empfehlen, einen Bausparvertrag nur dann abzuschließen, falls eine spätere Immobilienfinanzierung geplant ist. Natürlich kann das Bausparen ausschließlich zum Sparen und zum Vermögensaufbau genutzt werden. Das Problem besteht dann allerdings darin, dass die Rendite vergleichsweise gering ist. Wer nämlich ausschließlich sparen möchte, der findet beispielsweise mit dem Fondssparplan oder mit der privaten Rentenversicherung andere Produkte, die einen durchschnittlich besseren Ertrag bieten können. Aus wirtschaftlichen Gründen ist es also in den meisten Fällen nicht sinnvoll, den Bausparvertrag ausschließlich zum Ansparen zu nutzen, denn das spätere Bauspardarlehen ist die eigentliche Stärke beim Bausparen, da dies mit sehr günstigen Konditionen verbunden ist.