Den Sparbrief verkaufen als mögliche Alternative



Es ist bekanntlich nicht möglich, einen Sparbrief vorzeitig zu kündigen, sodass der Anleger sein Kapital bis zum Ende der Laufzeit bindet. Es gibt jedoch Alternativen zur nicht möglichen Kündigung, wie zum Beispiel die Beleihung des Sparbriefes. Der Nachteil dieser Alternative besteht allerdings darin, dass das auf diese Weise aufgenommene Darlehen nicht unerhebliche Kosten verursacht, nämlich die zu zahlenden Kreditzinsen. Eine weitere Alternative ist durchaus attraktiver, nämlich den Sparbrief übertragen bzw. den Sparbrief verkaufen zu können. Dass es diese Möglichkeit gibt, mag sicherlich zunächst einmal viele Anleger verwundern, da diese Alternative nicht besonders bekannt ist. Dabei gibt es durchaus verschiedene Situationen, in denen es für den Anleger sehr hilfreich sein kann, den Sparbrief verkaufen zu können. Dies kann zum Beispiel in einer finanziellen Notsituation oder nach einer Scheidung der Fall sein. Eine Anbieter für den Kauf Ihres Sparbriefes finden Sie im Internet.

Den Sparbrief am Zweitmarkt verkaufen



Vielen Anlegern ist sicherlich bekannt, dass es schon seit Jahren möglich ist, Kapitallebensversicherungen zu verkaufen. Der Verkauf findet dann regelmäßig am sogenannten Zweitmarkt statt. Auch für Sparbriefe gibt es mittlerweile einen solchen Zweitmarkt, sodass Anleger auch hier die Möglichkeit haben, den Sparbrief vorzeitig verkaufen zu können. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass dieser Verkauf nur eine Notlösung darstellt, da er mit einem finanziellen Verlust verbunden ist. Denn der Inhaber des Sparbriefes erhält nach dem Verkauf im Prinzip nie den Nominalwert des Sparbriefes ausgezahlt, sondern es fallen Gebühren an, die von diesem Gegenwert abgezogen werden. So kann es beispielsweise sein, dass der Sparbrief zwar einen Nominalwert von 15.000 Euro hat, aufgrund der Gebühren von 400 Euro aber nur 14.600 Euro ausgezahlt werden. Dennoch ist der Verkauf im Normalfall die günstigere Alternative im Vergleich zur Beleihung des Sparbriefes, da die Kreditzinsen in der Regel höher als die Gebühren sind, die beim Verkauf anfallen.

Muss die Bank dem Verkauf zustimmen?



Wer sich dafür entscheidet, seinen Sparbrief zu verkaufen, der muss den Sparvertrag übertragen, nämlich an den jeweiligen Käufer. Eine wichtige Frage ist in dem Zusammenhang, ob diese Übertragung auch ohne Wissen der emittierenden Bank geschehen kann. In den meisten Fällen ist es so, dass die Banken ihre Sparbriefe weder mit einem Abtretungsverbot noch mit einer Zustimmungsverpflichtung ausstatten, was den Verkauf bzw. die Übertragung des Sparbriefes angeht. In diesem Fall muss der Inhaber des Sparbriefes also nicht die Zustimmung der Bank einholen, falls er den Sparbrief verkaufen möchte. Dies ist durchaus nachvollziehbar, denn der Bank kommt es lediglich darauf an, dass sie bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit mit dem zuvor erhaltenen Kapital arbeiten kann. Dies wird durch den Verkauf nicht beeinträchtigt. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen die Bank zuvor festgelegt hat, dass sie einer Übertragung des Sparbriefes auf eine andere Person zustimmen muss. In diesem Fall ist natürlich auch der Verkauf nicht ohne Zustimmung des Kreditinstitutes möglich.